Sie
waren umringt von Feuer. Angroth war Rücken an Rücken mit
Mercuroth. Um sie herum standen Zerfleischer des Blutgottes. Angroth
sah zum anderen Ende der Höhle. Ein Schwert war in einem Stein.
Endlich war er an seinem Ziel. Er erschrak als sich hinter dem
Schwert ein Riss in der Realität bildete.
Als Angroth in diesen Spalt hineinblickte bekam er sofort furchtbare
Kopfschmerzen. Doch in diesem Moment konnte er sehen wie ein Bein aus
dem Riss stieg. Als das Bein auf festem Boden stand folgte ihm der
Oberkörper der Kreatur. „Nein... du...“
Angroth
hob sein Schwert und...
wachte
auf. „Da bist du ja wieder.“ Angroth schaute sich um. Um ihn
herum waren Leichen aller Art. Er konnte einen Halbling erkennen, ein
Pferd, Wölfe und viele Menschen. Er war immer noch auf dem
Schlachtfeld. Seine Männer hatten bereits ein Lager aufgeschlagen.
Es war schon spät. Die Sonne ging bereits unter. Wie lange er wohl
bewusstlos war? „Dein Zelt steht bereit.“ Mangar half seinem
Anführer hoch. „Vielleicht kann man ja heute Nacht gut schlafen.
Die Wölfe sollten uns jedenfalls nicht mehr stören. Zael wollte
freiwillig heute Wache halten.“ Angroth schaute zu Mangar. „In
Ordnung.“ Er wandte sich ab und ging in sein Zelt. Mangar rief ihm
nach: „Dir auch eine erholsame Nacht!“
Angroth
konnte nicht schlafen. Sollte das was er gesehen hat wahr sein? War
der Blutjünger wirklich bei seinem Schwert? Er wurde aus seinen
Gedanken gerissen als er vor seinem Zelt etwas hörte. Ein leises
Knurren. Oder war es ein Lachen? Er schaute sich im Zelt um. Sein
Hund schlief immer noch. Langsam erhob sich Angroth und nahm sein
Schwert in die Hand. Mit einer raschen Bewegung öffnete er den
Eingang zu seinem Zelt. Vor seinem Zelt saß Zael. Er hatte die
Überreste eines Halblings vor sich und inspizierte die Leiche genau.
„Witzig nicht wahr Angroth? Er ist zwar innerlich wie ein normaler
Mensch aber äußerlich wirkt er wie das Kind das ich letztens
ausgenommen habe.“ Angroth steckte sein Schwert wieder ein. „Du
hattest Recht.“ Verwundert schaute Zael zu Angroth. „Du meinst...
ich habe
recht oder?“ „Es sind Dämonen im Land.“ Zael nahm eine Niere
des Halblings und hielt sie vor sein Auge. „Achso das.“ „Ich
habe es auch gesehen.“ Zael ließ sich nichts anmerken. „Und
deshalb störst du mich beim Ausweiden?“ Angroth stand auf. „Viel
Erfolg dir noch.“ Zael schaute ihm nicht nach. Er war viel zu sehr
in seinen Gedanken versunken. Bald war es soweit. Bald war seine Zeit
gekommen. Das Fest heute war nur der Anfang.
Mercuroth
schaute auf die Zettel den der Hauptmann bei sich hatte. Einer sah
aus wie eine Art Vertrag. Er sollte einen gewissen “Klaus von
Sternberg“ unterstützen. Der andere Zettel war eine Art Karte. Es
war eine Route eingezeichnet. Sie führte an einen Wald. Er schaute
noch einmal auf den Vertrag. Die Summe die dieser “Klaus von
Sternberg“ zahlte war nicht wenig. Zumindest nicht dafür wie diese
Männer kämpften. Mercuroth blickte zu einer Gruppe Barbaren die im
Moment versuchten ein paar Pferde zu zähmen. Er schaute wieder auf
die Karte. ,Irgendetwas muss an diesem Ort besonders sein.' dachte er
sich. Er nahm seinen Helm unter seinen Arm und bewegte sich in
Richtung Angroth.
„Weshalb
genau denkst du, dass ein wenig Warpstein mich interessieren würde?“
Angroth reagierte wie Mercuroth es erwartet hatte. „Es gibt keinen
Grund für uns jetzt Jagt auf Warpsteine zu machen.“ Er sah sich
die Karte noch einmal an. „Es würde wahrscheinlich Tage dauern
dort diese Steine zu finden... und die Zeit haben wir nicht!“ Mit
diesen Worten verließ er sein Zelt. Beim rausgehen nickte er einem
Barbar zu. Ein wortloser Befehl das Lager abzubauen. Er nahm die
Karte heraus die ihm zu seinem Ziel bringen sollte. In diesem Moment
hörte er ein lautes Keuchen. Als er sich umdrehte erwartete er dass
es aus dem Mund eines Barbaren kommen musste. Was er nicht erwartete
war, dass ein angeketteter Hund die Quelle der Geräusche war.
Angroth schaute den Hund an. Ein Keuchen wurde zu einem Würgen und
gleich danach spuckte der Hund einen kleinen grünen Brocken aus. Der
Brocken schimmerte leicht... nein, er leuchtete. Als Angroth den
Warpstein anschaute bemerkte er nicht, wie der Hund in sich
zusammensackte und ihm wortwörtlich die Haut von den Knochen viel.
Plötzlich strahlte der Stein eine helle Energie aus. Und so auch die
Karte. Auf ihr bildeten sich Schriftzüge die er nicht lesen konnte.
Doch er war sich sicher dass sie von Bedeutung waren. Einen Moment
später hörte es auf. Der Warpstein hörte auf zu leuchten und nahm
eine schwarze Farbe an während die Schriften auf der Karte
verschwanden. „Mercuroth... wir gehen in diesen Wald.“
Es
fühlte sich merkwürdig an Sand unter den Stiefeln zu haben.
Laut
der Karte soll der Wald in der Nähe von diesem Ort sein.
Wie
merkwürdig.
Mercuroth
schreckte auf als er ein Boot am Strand sah. Er erkannte sofort woher
es stammte. Es war ein elfisches Boot.
Angroth
schaute auf Mercuroth, danach auf das Boot.
„Elfen?“
Mercuroth schaute weiterhin das Boot an. „Würde mich nicht
wundern. Nach all dem was passiert ist.“ Angroth musste grinsen.
„Wir
haben schon schlimmeres erlebt.“ Mercuroth nickte.
Angroth
erhob seine Hand. Ohne ein Wort hörten alle Krieger auf zu laufen.
„Criph, nimm dir ein paar Hunde und untersuche das Boot. Je mehr
wir über dieses Boot wissen desto besser.“ Criph nickte und pfiff
ein paar Hunde zu sich. Er stieg in das Boot. „Mangar, stationiere
hier ein paar Dutzend deiner Männer. Wir gehen schon einmal weiter.“
Mangar nickte und rief ein paar seiner Männer.
'Ich
kann es riechen...' Der Krieger zuckte. 'So viel... Blut.' Er begann
seine gesamte Rüstung nach seiner Axt abzutasten. Sie war dort, wo
er sie immer hatte. Doch das hatte er in diesem Augenblick vergessen.
'Ich brauche... Blut.' Zael stellte das Zucken sofort ein als er
einen lauten Schrei hörte. „Die Hunde haben was gefunden!“
Als
Angroth zu seinem Bruder ging sah er wie die Hunde an einem Fetzen
Stoff schnüffelten. Criph blickte Angroth an. „Dieser Fetzen hing
an einem herausstehenden Nagel.“ Angroth schaute den Fetzen an. Es
kam ihm nicht richtig vor. Er hatte schon so viel von der „edlen
perfekten“ Bauweise der Hochelfen gehört. Es konnte nicht das
Schiff eines Adligen sein, dafür war es auch zu klein. „Und? Was
ist damit?“ Angroth sah nun Criph an. „Ich denke wir könnten
herausfinden wo sie sich befinden.“
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