Mittwoch, 17. Juni 2015

Angroth schreckte auf. Schon wieder hörte er das Schreien eines Mannes. Er schrie nach Hilfe und nach Erlösung. Der dritte Wolfsangriff in dieser Nacht. Wie die letzten male endete das Geschrei und das Knurren der Wölfe mit ein paar dumpfen Aufschlägen. Die Bauern hatten zumindest das Prinzip eines Flegels verstanden. Doch diesmal konnte Angroth nicht einfach wieder einschlafen. Er hörte das Klappern einer Rüstung als sein Zelt ohne Vorwarnung betreten wurde. Als er seinen Blick auf die Person vor ihm richtete erkannte er den gehörnten Helm. „Was willst du Criph?“ Der Helm des Kriegers war in farblich geteilt. Die eine Seite seines Helmes war grau. Die andere schwarz. Außerdem wurde der Helm noch von zwei Hörnern geziert.
Mangar besteht darauf dass wir weiterziehen. Er meint er könnte es sich nicht leisten noch mehr Männer zu verlieren.“ Angroth richtete sich langsam auf und nahm seinen Helm in die Hand. „Dann hören wir mal lieber darauf was er verlangt.“ Er richtete sich auf. „Sag den Bauern sie sollen die Zelte abbauen.“

Mangar blickte auf die Wölfe. Ein Skorpionschwanz an einem Wolf? Das hielt selbst er für etwas... merkwürdig. Angroth hatte ihn und ein paar der Neulinge losgeschickt um sich diese Wölfe näher anzusehen. So wie es aussah hatte er einen Bau gefunden. Die Wölfe knurrten als sie den Geruch von Menschenfleisch witterten. „Jetzt!“ Die Barbarentruppe rannte auf den Wolfsbau los. Die Barbaren versuchten mit all ihrer Kraft die Flegel dazu zu nutzen die Tiere auszuschalten doch die Wölfe waren zu flink. Einer von ihnen stach aus dem Rudel besonders heraus. Er hatte Hörner die eher einem Geweih ähnelten und Zähne die so lang waren wie ein Messer. Aus seinem Bauch vielen ununterbrochen Maden und Gedärme heraus und trotzdem konnte er sich ohne Probleme bewegen. Mangar wusste das das sein Tot sein würde. Er starb nicht in einer ehrenhaften Schlacht oder im Namen der dunklen Götter. Er würde wegen ein paar Wölfen sterben. Ziemlich deprimierend wenn er so darüber nachdachte. Er und die letzten seiner Männer waren eingekreist. Vor ihnen stand nur der Alphawolf.

In dem Moment als Mangar sich von seinem Leben verabschieden wollte, sprang Angroths Hund aus dem Dickicht und stand direkt vor dem Alphawolf. Dieser ließ einen Ohrenbetäubenden Schrei ertönen und baute sich vor Angroths Hund auf. Dieser nutzte die Gelegenheit jedoch und sprang dem Alphawolf direkt an die Kehle. Als er zubiss verstummte der Schrei. Der Wolf sank in sich zusammen. Die Wölfe um Mangar herum beugten sich sofort und fingen an zu wimmern. Mangar konnte sein Glück kaum fassen. Nicht nur hatte er die Chance auf eine ehrenhaftere Weise zu sterben, nein, er konnte Angroth sogar noch ein schönes Geschenk mitbringen. Ein Rudel hungriger Wölfe. „Na der wird sich freuen.“ 

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