Angroth
schreckte auf. Schon wieder hörte er das Schreien eines Mannes. Er
schrie nach Hilfe und nach Erlösung. Der dritte Wolfsangriff in
dieser Nacht. Wie die letzten male endete das Geschrei und das
Knurren der Wölfe mit ein paar dumpfen Aufschlägen. Die Bauern
hatten zumindest das Prinzip eines Flegels verstanden. Doch diesmal
konnte Angroth nicht einfach wieder einschlafen. Er hörte das
Klappern einer Rüstung als sein Zelt ohne Vorwarnung betreten wurde.
Als er seinen Blick auf die Person vor ihm richtete erkannte er den
gehörnten Helm. „Was willst du Criph?“ Der Helm des Kriegers war
in farblich geteilt. Die eine Seite seines Helmes war grau. Die
andere schwarz. Außerdem wurde der Helm noch von zwei Hörnern
geziert.
„Mangar
besteht darauf dass wir weiterziehen. Er meint er könnte es sich
nicht leisten noch mehr Männer zu verlieren.“ Angroth richtete
sich langsam auf und nahm seinen Helm in die Hand. „Dann hören wir
mal lieber darauf was er verlangt.“ Er richtete sich auf. „Sag
den Bauern sie sollen die Zelte abbauen.“
Mangar
blickte auf die Wölfe. Ein Skorpionschwanz an einem Wolf? Das hielt
selbst er für etwas... merkwürdig. Angroth hatte ihn und ein paar
der Neulinge losgeschickt um sich diese Wölfe näher anzusehen. So
wie es aussah hatte er einen Bau gefunden. Die Wölfe knurrten als
sie den Geruch von Menschenfleisch witterten. „Jetzt!“ Die
Barbarentruppe rannte auf den Wolfsbau los. Die Barbaren versuchten
mit all ihrer Kraft die Flegel dazu zu nutzen die Tiere auszuschalten
doch die Wölfe waren zu flink. Einer von ihnen stach aus dem Rudel
besonders heraus. Er hatte Hörner die eher einem Geweih ähnelten
und Zähne die so lang waren wie ein Messer. Aus seinem Bauch vielen
ununterbrochen Maden und Gedärme heraus und trotzdem konnte er sich
ohne Probleme bewegen. Mangar wusste das das sein Tot sein würde. Er
starb nicht in einer ehrenhaften Schlacht oder im Namen der dunklen
Götter. Er würde wegen ein paar Wölfen sterben. Ziemlich
deprimierend wenn er so darüber nachdachte. Er und die letzten
seiner Männer waren eingekreist. Vor ihnen stand nur der Alphawolf.
In
dem Moment als Mangar sich von seinem Leben verabschieden wollte,
sprang Angroths Hund aus dem Dickicht und stand direkt vor dem
Alphawolf. Dieser ließ einen Ohrenbetäubenden Schrei ertönen und
baute sich vor Angroths Hund auf. Dieser nutzte die Gelegenheit
jedoch und sprang dem Alphawolf direkt an die Kehle. Als er zubiss
verstummte der Schrei. Der Wolf sank in sich zusammen. Die Wölfe um
Mangar herum beugten sich sofort und fingen an zu wimmern. Mangar
konnte sein Glück kaum fassen. Nicht nur hatte er die Chance auf
eine ehrenhaftere Weise zu sterben, nein, er konnte Angroth sogar
noch ein schönes Geschenk mitbringen. Ein Rudel hungriger Wölfe.
„Na der wird sich freuen.“
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