Der
Boden unter Mercuroths Stiefeln wurde immer matschiger. Er sah sich
um. Die Bäume waren schon lange tot. Auf einem der grauen Äste
lagen die Überreste einer toten Katze. Über ihr flogen ein dutzend
Fliegen. Sie gingen nun schon zu lang an diesem Waldrand entlang.
„Dort lang!“ Angroth hob sein Schwert und zeigte in Richtung
einer weiten Wiese. „Wartet! Hört ihr das auch?“ Zael blickte
sich um. „Das Zittern der Bauern? Die knurrenden Wölfe?“ Zael
reagierte nicht auf Mercuroths Bemerkung. Er wusste wovon er sprach.
Er konnte sie riechen. Die Menschen. „Wir bekommen Gesellschaft.“
Zael hob seine Axt und legte seinen Schild an. Als Angroth Pferde
hörte zog er sein Schwert. „Zael hat recht. Ich kann sie auch
hören.“ Mercuroth nahm seine Axt von seinem Rücken. Die
restlichen Krieger zogen ihre Waffen. „Blut für den
Blutgott.... Schädel für
den Schädelthron.... Blut
für den Blutgott... “ Angroth sah nicht nach wer da vor
sich hin murmelte. Er wusste wer es war. Nun waren die Menschen schon
in seiner Blickreichweite. Er sah eine Flagge die im Wind wehte und
viele Hellebarden die gen Himmel gerichtet waren. Sie hatten wohl
auch Kinder dabei. Zumindest waren einige von ihnen klein doch er war
sich sicher dass es keine Zwerge waren. Zael konnte den Angstschweiß
der Barbaren riechen. Es widerte ihn an dass er sie nicht gleich
schon umbringen durfte. Mangar zog sein Schwert als letzter. Mit dem
Flegel in der einen und dem Schwert in der anderen Hand blickte er
dem Feind entgegen. Zael musterte seinen Feind sofort. Er beobachtete
wie einer der Männer die Hand hob und alle anderen sofort stehen
blieben. Disziplin hatten sie das musste man ihnen lassen.
Der
Mann schritt vor. „Im Namen des Grafen Klaus von Sternberg befehle
ich euch Gesindel uns den Weg frei zu machen.“ Der Mann sah sich
erst jetzt die Krieger vor ihm genauer an. Als er den achtzackigen
Stern auf den Schilden seiner Feinde bemerkte ging er ein paar
Schritte zurück. Stille. Die beiden Fraktionen standen sich nun
inmitten einer Wiese gegenüber. Zaels Lachen brach die Stille.
„Genug!“ Der Hauptmann der Staatstruppen zog sein Schwert.
„Bogenschützen....“ Ohne ein Kommando marschierten die Krieger
sofort ihrem Gegner entgegen. „...Feuer!“ Die Pfeile prallten an
den Rüstungen der Krieger ab ohne einen Kratzer zu hinterlassen.
Auch die Barbaren stürmten auf ihre Gegner zu. Mangar konnte grade
noch sehen wie die Reiter Pistolen zückten und diese sofort auf
seine Einheit abfeuerten. Die Kugeln zerfetzen das Fleisch der
Barbaren. Mangar sah mit entsetzen eine weitere Salve Pfeile am
Himmel. Doch dieses mal kamen sie auf seinen Trupp zu. Die Pfeile
bohrten sich durch das schwache Fleisch der Barbaren und ließ Mangar
nur mit einer Handvoll Männern zurück. Angroth sah wie die
Halblinge weitere Pfeile aus ihren Köchern zogen. „Jetzt!“
Einige Barbaren zerschnitten die Fesseln der Wölfe woraufhin diese
auf die Halblinge losrannten. Als die Bogenschützen das sahen
zielten sie auf die Hunde. Ihre Hände zitterten bei dem Anblick
dieser Wölfe. „Feuer!“ Die Sehnen ihrer Bögen waren gespannt.
Sie wollten diese widerlichen Kreaturen unbedingt vernichten. Doch
irgendetwas hielt die auf. Der Hauptmann blickte die Halblinge
verärgert an. „Feuer habe ich gesagt! Hört ihr schlecht?“ In
dem Moment als sie die Pfeile abschießen wollten sprangen die Wölfe
sie an. „Reihen halten!“ Die Befehle des Hauptmanns waren auf der
gesamten Wiese zu hören. Angroth und seine Männer waren nur noch
wenige Meter entfernt. Zael war der erste der Kontakt mit den
Hellebardenträgern machte. Mit einer unbeschreiblichen Hingabe
metzelte er sich durch die Reihen an Hellebardieren. Die Pistoliere
schossen noch ein letztes mal auf die verbleibenden Barbaren und
töteten wieder einige von ihnen. Mangar hatte schon so lange auf
eine gute Schlacht gewartet. Heute würde er den Flegel sprechen
lassen. Die Waffen der Barbaren fanden ihr Ziel. Metallkugeln
zerschmetterten Schädel, Haken rissen die Haut der Pferde auf und
Messer wurden in die Herzen der Reiter getrieben. Angroth stand vor
dem Hauptmann. „Irgendwelche letzten Worte Chaos Abschaum?“
Angroth hob sein Schwert. „Fangen wir an?“ Der Hauptmann stürmte
auf Angroth los und hob seinen Zweihänder über seinen Kopf. Als das
Schwert auf das Schild des Kriegers stoß sprühten Funken vom
Aufprall in alle Richtungen. Weitere Hiebe des Hauptmanns folgten und
kratzen an der Farbe von Angroths Schild. Mit einem einfachen Hieb
schlitze Angroth den Bauch des Hauptmanns auf. Als der Hauptmann
ungläubig auf die offene Wunde starrte ließ Angroth sein Schild
senken. Der Hauptmann nahm all seine Kraft zusammen und griff in die
Halterung an seinem Rücken. „Sohn einer billigen...“ Der Rest
seines Satzes wurde von dem lauten Schuss seiner Pistole übertönt.
Durch die Wucht des Schusses sank Angroth zusammen. „Wir sehen uns
in der Hölle kleiner...hahahaha...“ Das Lachen des Hauptmanns
wurde beendet als Mercuroth seinen Kopf von seinen Schultern
befreite. „Angroth alles in Ordnung mit dir?“ Keine Antwort.
„Verflucht. Ich bringe dich hier raus.“ Mercuroth nahm Angroth
hoch und brachte ihn aus dem Getümmel. „Angroth sag etwas!
Sprich!“ Aus dem Rauch in dem der Kampf stattfand blickte eine
Person die beiden an. Unter seinem Blutverschmierten Helm verbarg
sich ein breites Grinsen.
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